Der Wind dreht sich..

Die Wahl von Donald Trump hat im feministisch/antirassistischen SJW Lager offenbar große Verunsicherung gesäht, bis hin zum Fatalismus. Offenbar merkt man dort, dass einem gerade die Meinungs- und Deutungshoheit abhanden kommt. Das wiederum liegt daran, dass die Wahl von Trump gezeigt hat, dass es einen deutlichen Unterschied geben kann zwischen der in den Medien verbreiteten Auffassung („Trump ist ein Sexist, er ist unwählbar und hat keine Chance“) und der tatsächlichen Mehrheitsmeinung in der Bevölkerung (Trump wird gewählt).

Jetzt wird viel darüber diskutiert, wie man denn den „Populismus“ bekämpfen könne, wobei der Begriff ähnlich beliebig verwendet wird wie der Begriff „hatespeech“. Populistisch ist im Zweifel halt der politische Gegner, wenn die Gefahr besteht, dass er einen aus dem Sessel der Macht verdrängen könnte, in dem man es sich doch jahrelang so bequem gemacht hat.

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2 Kommentare on “Der Wind dreht sich..”

  1. „Die Wahl von Donald Trump hat im feministisch/antirassistischen SJW Lager offenbar große Verunsicherung gesäht, bis hin zum Fatalismus.“

    Meiner Meinung nach liegt das daran, daß Normen gar nicht erst durch Argumente widerlegt werden müssen, um ungültig zu werden, sondern auch dadurch ohne Diskussion einfach verabschiedet werden können, daß durch ein Ereignis wie die US-Wahl öffentlich klar wird, was die Leute an Normen noch ernst nehmen und was nicht mehr.

    Vermutlich sagt daher dieser Sachverhalt

    „Jetzt wird viel darüber diskutiert, wie man denn den „Populismus“ bekämpfen könne,“

    etwas darüber aus, welche Normen nach dem Vermutungen des establishments noch als gültig angesehen werden. Und dabei meint „gültig“ hier weder „gut begründet“ oder „alle finden das gut“, sondern nur „Abweichungen werden nach wie vor bestraft, egal was die Leute persönlich denken“.

    Und welche Norm das ist, ist natürlich sehr interessant: Denn offenbar glauben die Medien des establishments, daß in einer Demokratie das Volk zu lenken, anstatt es selbst entscheiden zu lassen, eine Norm ist, die auch durch die US-Wahl nicht erschüttert werden konnte. Was könnte schlimmer sein, als das dumm-dreiste Volk in seinen primitiven Instinkten freieen Lauf zu lassen. Schließlich haben wir schon einmal ausprobiert, was dabei rauskam. Dem dumpfen Pöbel ist nicht zu trauen … und so weiter …

    Ich denke es wird nicht lange dauern, bis nur noch vom Kampf gegen Nazis die Rede sein wird. Populismus ist vermutlich selbst nur ein Zwischenschritt. Augstein und Gauk haben es vorgemacht, als sie sagten, daß die Demokratie beim Volk nicht gut aufgehoben sei und nicht die Eliten, sondern das Volk das Problem sei.

  2. Oh … schon passiert: Im Spiegel beschwört Augstein den politischen Kampf gegen den Faschismus, um zu suggerieren, daß die seltsame, herrschende Ideologie des establishments aus Postmoderne, Neoliberalismus, Feminismus und postkolonialem Multikulturalismus die einzige. rationale Alternative wäre.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/donald-trump-wie-seine-wahl-die-demokratie-gefaehrdet-kolumne-a-1121716.html

    Na ja …. wie vorhergesagt.


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