Leseprobe

Es gibt in den tiefen des Netzes einige wirklich lesenwerte Gedanken und Anlalysen zur aktuellen Situation, die unter Anderem zur Wahl von Trump geführt hat. Hier einige Leseproben mit der Empfehlung, sich den ganzen Artikel auf den verlinkten Blogs anzuschauen:

Frau Meike

Am meisten betrübt mich, dass diese Form der Abstrafung auffallend häufig aus den Lagern kommt, in denen sonst unermüdlich für eine pluralistische, vielfältige Gesellschaft eingestanden wird. Oft treiben gerade linke Aktivisten ihre Gegner so lange vor sich her, bis die da stehen, wo sie sie von Anfang an sehen wollten. Ein Mann, der es richtig findet, dass eine Frau sich um die Kindererziehung kümmert, ist plötzlich nicht mehr von Vorgestern, sondern ein Frauenhasser, seine Meinung damit, da Ausdruck von Hass, gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Jemand, der fragt, ob man die Flüchtlingskrise auch anders lösen kann als durch völlige Grenzöffnung, ist ein erbitterter Rassist, jeder, dem die Ehe ein Bündnis zwischen Mann und Frau ist, ist ein Schwulenhasser und so weiter. Das ganze Lager der Konservativen ist den Linken abhanden gekommen, weil alles, was früher als konservativ galt, heute zu Hass umetikettiert wird. Konservative Ansichten gelten als untrügliches Zeichen dafür, dass es die Gesellschaft hier mit einem aggressiven Extremisten zu tun hat, der sofort aus der Gemeinschaft ausgeschlossen gehört. Wer so „diskutiert“, muss sich nicht wundern, dass die Mitte nach rechts abwandert.

Kiezneurotiker

Sie erleben gerade eine perverse Form von Revolte. Diejenigen, die an den Rand gedrängt wurden, wählen jetzt den Fickfinger. Mit voller Überzeugung. Inbrunst. Ohne Reue. Ohne Skrupel. Und es ist egal, was sie da in ihren Elfenbeintürmen über ihren Fickfinger schreiben. Und es ist egal, was der Fickfinger in Kameras oder auf Tonspuren spricht. Hauptsache er ist ein Fickfinger. Der euch alle fickt. Viel Spaß damit. Ihr habt die Gesellschaft kaputt gemacht, Werte lächerlich gemacht, Menschen entsolidarisiert, Zusammenhalt geschleift, soziale Sicherheit aufgebohrt und das toxische Konkurrenzdenken in alle Bereiche des Lebens getragen, gefordert und gefördert, seit 25 Jahren macht ihr das. Jetzt kommt der Fickfinger. Eure Verantwortung. Eure Quittung. Fresst die Medizin. Schön schlucken. Lecker. Nicht?

M7

Die Bevölkerung, sowohl in den USA als auch hier, das wird sich im Wahljahr 2017 zeigen, weiß ziemlich genau, was sie nicht mehr will, aber sie weiß nicht oder noch nicht, wohin sie politisch will. Das macht die Lage spannend und gefährlich zugleich. Aber es sind nicht die einfachen Leute, die durch ihre so zynisch genannte Bildungsferne den Populisten auf den Leim gehen. Das ist eine neue Legende, die so gerne erzählt wird. Der Populismus ist das Kind einer Politik, die sich nicht mehr um das Schicksal derer schert, die unter der Akzentlosigkeit einer sozial unverantwortlichen Politik geschreddert werden.

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