Margarete Stokowski zu Trump

Nach der SPON Kolumne von Fleischhauer hat nun auch Margarete Stokowski die Wahl von Trump verdaut und ihre Meinung dazu aufgeschrieben (Ich finde es ja nebenbei bemerkt ganz toll, dass Spiegel online offenbar Menschen dafür bezahlt, dass die im Rahmen einer Kolumne einfach mal so ihre persönliche Meinung zu Gott und der Welt schreiben und das ganze dann Journalismus nennen).

Für Stokowski war der Wahlsieg von Trump offenbar doppelt hart.

Ich habe es auch nicht geglaubt. Ich hatte eine halbe Kolumne fertig darüber, was es für den Feminismus bedeutet, wenn Hillary Clinton Präsidentin ist. Na ja. Einmal im Leben optimistisch gewesen, und dann das.

Da möchte man sich gar nicht näher ausmalen, wieviele feministische Texte diverser Autorinnen schon in der Pipeline waren, die uns im Falle eines Wahlsieges von Hillary das nunmehr endgültige Ende des weißen Mannes verkündet hätten.

Stokowski findet das alles aber nun gar nicht witzig und versucht sich an einer Analyse.

Das linke Milieu sei zu arrogant, hieß es jetzt in vielen Analysen zur US-Wahl. Es lebe in einer Blase, verbarrikadiert hinter Biokisten, und verachte alle, die nicht zu Judith Butler promoviert hätten. Ich fand das eine interessante These, weil ich das Gefühl hatte, ich müsste diese Leute eigentlich kennen, aber vielleicht tragen sie auch eine Aura von Sympathiemangel um sich rum, sodass ich nicht dazu komme, auf Partys mit ihnen zu reden, ich weiß es nicht, aber das linke Milieu, das ich kenne, ist besorgter, und mit Grund.

Arroganz? Filterbubble? Kann nicht sein. Noch nie von gehört und überhaupt.

Seit dem ersten Tag nach der Wahl können wir vermehrt Berichte in sozialen Medien lesen von Frauen, denen das Kopftuch heruntergerissen wurde, von Schwulen, die blutiggeprügelt wurden oder von anderen Menschen, denen jetzt gesagt und gezeigt wird, dass dies nicht mehr ihr Land ist.

So ist das mit Filterbubbles. Schon längere Zeit vor der Wahl konnte man in sozialen Medien nämlich auch von zunehmenden gewalttätigen und sexuellen Übergriffen von Flüchtlingen auf Deutsche lesen, was hierzulande die Umfragewerte der AfD erhöht. Nur interessieren solche Opfer die linksfeministische Szene eher weniger, wie wir seit der Aktion #ausnahmslos wissen.  Aber vermutlich gibt es solche Leute auch nicht auf den Partys, auf denen sich Stokowski so rumtreibt.

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2 Kommentare on “Margarete Stokowski zu Trump”

  1. pingpong sagt:

    Seit dem ersten Tag nach der Wahl können wir vermehrt Berichte in sozialen Medien lesen von Frauen, denen das Kopftuch heruntergerissen wurde, von Schwulen, die blutiggeprügelt wurden oder von anderen Menschen, denen jetzt gesagt und gezeigt wird, dass dies nicht mehr ihr Land ist.

    Oh, sind das diese Berichte von denen sich nachher herausgestellt hat dass ein Großteil gar nicht passiert ist? So ähnlich wie die Berichte in den sozialen Medien über die Flüchtlinge, die raubend, mordend und vergewaltigend durchs Land ziehen?
    http://reason.com/blog/2016/11/11/election-night-hijab-attack-false
    Interessant dass Stokowski bei den Flüchtlingsmeldungen (zurecht) zur Vorsicht mahnt, aber die angeblichen Gewaltmeldungen jetzt völlig unkritisch übernimmt…


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