Gedankensplitter zur Trump Wahl Teil 2

Dem  Netzfeminismus scheint nach der Wahl von Donald Trump plötzlich bewusst zu werden, dass er in der Mehrheit der Wähler/Bevölkerung keine Mehrheit und keinen Rückhalt besitzt.

Bei der taz schreibt Hengameh Yaghoobifarah unter der Überschrift trust no white bitch:

Hätte es so etwas wie eine feministische Schwesternschaft je gegeben, haben sie diese verraten, da sie sich lieber einem wütenden weißen Mann unterordnen als einer, wenn auch fragwürdigen, weißen Frau. Das Misstrauen gegenüber weißen Frauen hat sich bewährt: Ihnen ist intersektionaler Feminismus scheißegal.

Was für eine Überraschung. Der Mehrheit der Frauen ist intersektionaler Feminismus scheißegal.

Richtig hart getroffen hat das Ergebnis offenbar auch Antje Schrupp:

Es ist natürlich toll, dass die Demokraten Clinton aufgestellt haben, aber ich könnte mir denken, wenn sie einen Mann aufgestellt hätten – nicht Bernie Sanders, ich glaube nicht, dass er Chancen gehabt hätte, aber einen „Hillarius Clinton“, der hätte gegen Trump gewonnen.

(…)

Jedenfalls habe ich mich gefragt, ob, um Trump zu verhindern, es den Preis wert gewesen wäre, auf einen Schwarzen und eine Frau zu verzichten?

Sie prophezeit dem Feminismus schwere Zeiten:

Die Bedingungen des libertären und feministischen Aktivismus haben sich einfach grade sehr verschlechtert. Zunächst in den USA, aber ich fürchte, es wird sich auch in Europa ausbreiten.

 

Auch bei Alice Schwarzer ist der „weiße Mann“ (Titel: Tickende Zeitbombe) natürlich schuld am Wahlergebnis:

„Donald Trump wurde mit überwältigender Mehrheit von weißen Männern gewählt, und zwar vor allem von solchen, die man als „abgehängt“ bezeichnet. Zwei Drittel (63%) der weißen männlichen Wähler stimmten laut CNN-Wahlstatistik für den weißen männlichen Kandidaten.“


Wenn zwei Drittel ALLER weißen Männer Trump gewählt haben sollen, stellt sich die Frage, wie Frau Schwarzer darauf kommt, dass Trumps Wähler vor allem aus „abgehängten“ Männern bestehen – es sei denn man geht davon aus, dass per se der Großteil der weißen Männer abgehängt ist.

Advertisements

One Comment on “Gedankensplitter zur Trump Wahl Teil 2”

  1. Matze sagt:

    „Das Misstrauen gegenüber weißen Frauen hat sich bewährt: Ihnen ist intersektionaler Feminismus scheißegal.“

    Yaghoobifarah ist, glaube ich, gar nicht bewusst was sie/er da geschrieben hat. Sie/Er schreibt das intersektionaler Feminismus weißen Frauen gegenüber von vornherein misstrauisch ist und wundern sich dann das weiße Frauen das nicht so dolle finden. Viel Erfolg, ihr schafft das noch die weißen Frauen mit eurern Allzweckwaffen, der Beschämung und dem Einreden von Schuld, dazu zu bringen gegen ihre Interessen zu handeln.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s