Zum Tod von Tuğçe Albayrak

Die Mädchenmannschaft schreibt zum tragischen Tod von Tuğçe Albayrak. Gefordert wird als Schlussfolgerung aus dem Ereignis „mehr Mut zum Einschreiten“. Diese Forderung liest man ja immer wieder mal, oft unter dem Stichwort „Zivilcourage“. Dabei fällt allerdings auf, dass Personen, die in solchen Situationen „einschreiten“ diesen Einsatz immer öfter mit ihrem Leben bezahlen. Ob die Schlussfolgerung daraus jetzt „mehr Einschreiten“ sein sollte halte ich für fraglich. Es ist nicht Aufgabe der Bürger gegen äußerst gewalt- und offenbar auch tötungsbereite Personen vorzugehen. Das ist eigentlich Aufgabe des Staates.

Weiterhin kommt dann die Autorin Nadia auf den „kulturellen Zusammenhang“ der Tat zu sprechen:

„Was ebenfalls überdacht werden sollte: Der kulturelle Zusammenhang des gewaltvollen Übergriffs, der eben nicht in einem luftleeren Raum stattgefunden hat.“

Dem ist beizupflichten. Die Frage ist nur, welcher „kulturelle Zusammenhang“ hier betrachtet werden sollte. Für die Mädchenmannschaft ist natürlich ganz klar wieder das Patriarchat schuld.

„hat das nichts mehr mit tragischen Zufälligkeiten und Einzelfallausrastern zu tun, sondern mit einer Gesellschaft, die derartige Übergriffe bagatellisiert und patriarchale Denkmuster stützt und Mikroaggressionen gegen alles, was nicht cismännlich ist, befeuert, und zwar: Immer, überall.“

Was Nadia dabei an kulturellem Zusammenhang geflissentlich ausblendet, ist die Tatsache, dass es sich bei derartigen Gewalttätern sehr oft um „People of Colour“ handelt und nicht um „Weissdeutsche“ – um mal den sprachlichen Duktus der Mädchenmannschaft zu übernehmen. Man kann dem westeuropäischen Patriarchat viel vorwerfen, aber die Propagierung Frauen zu schlagen gehört nicht dazu.

Der Mörder von Tuğçe Albayrak ist ein gewisser Sanel M. Die Nachrichtenseite ntv beschreibt ihn als muslimischer Mann mit kosovarischen oder bosnischen Wurzeln.

Für Entsetzen haben Solidaritätsbekundungen einiger Freunde von Sanel M. auf Facebook gesorgt. Dort war zu lesen, Tugce bekam die Prügel, weil sie sich in „Männerangelegenheiten“ eingemischt habe. So etwas könne einem „Bruder“ schon mal passieren, „wenn eine Frau die Ehre beschmutzt“. In den Postings werden zudem Medien beschimpft und dem Täter wird gewünscht: „Möge Allah Dir beistehen mein Bester“.

http://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Wer-ist-der-Totschlaeger-article14077011.html

Es stellt sich also eher die frage, ob der kulturelle Zusammenhang solcher Taten nicht in einem völlig überzogenen Begriff von „persönlicher Ehre“ zu suchen ist, die es Angehörigen bestimmter kultureller Gruppen  (PoC) nicht erlauben gefühlte Kränkungen hinzunehmen, sondern diese stattdessen maximal brutal zu vergelten.

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18 Kommentare on “Zum Tod von Tuğçe Albayrak”

  1. LoMi sagt:

    In der Gewaltforschung gibt es in Sachen „kultureller Zusammenhang“ immer folgenden Hinweis: Wenn tatsächlich die Kultur eine solche Gewalttat bedingt, warum sind dann nicht alle Angehörigen dieser Kultur gewalttätig? Wenn dann aber nicht alle Mitglieder dieser Kultur durch Gewalt auffallen, muss es neben der Kultur noch einen weiteren gewaltverursachenden Faktor geben. Die Rückführung allein auf Kultur erklärt noch zu wenig bis gar nichts.

    Es ist am Ende immer wieder bemerkenswert, dass alle Welt nach einer allgemeinen Erklärung sucht, nach einer Art Gesetz, aus der man alles ableiten könne. Ich schätze, Gerichte sind da wesentlich sensibler für den Einzelfall und für die individuellen Biografien. Das ist auch notwendig. Wahrscheinlich ist das Konzept „Ehre“ durchaus gewaltbegünstigend. Aber warum der eine zuschlägt und der andere nicht, wird damit nicht klar. Warum die „Ehre“ gegen Frauen gewaltsam verteidigt wird, auch nicht, denn meiner Meinung nach bezieht sich „Ehre“ auf ein Verhältnis unter Männern.

    Insgesamt rätselhaft ist dann aber, warum die Mädchenmannschaft solche Vorfälle gegen diejenigen kehren wollen, die in der überwiegenden Mehrheit friedlich und gewaltfrei sind. Man sollte doch denken, dass man darüber ganz froh sein kann. Es gab durchaus Zeiten, wo Gewalt sehr viel akzeptierter war als heute.

    • Matze sagt:

      „Insgesamt rätselhaft ist dann aber, warum die Mädchenmannschaft solche Vorfälle gegen diejenigen kehren wollen, die in der überwiegenden Mehrheit friedlich und gewaltfrei sind.“

      Scheint ein Art Automatismus zu sein. Ein Problem wird erkannt, die Ursachen werden untersucht, 15 Sekunden später wird die Ursachenforschung aus Zeitgründungen abgebrochen und geschlussfolgert: cis-Männer habe Schuld.

      • Bombe 20 sagt:

        Matze,

        ein Kommentator unter dem FAZ-Artikel, den ich unten verlinkt habe, formuliert das so:

        Kognitive Leicchtigkeit bedeudet, dass das Hirn zur gewohnten Erklärung greift ohne weitere Möglichkeiten zu prüfen, weil das zu viel Energie kostet. Also ein elegantes Wort für Denkfaulheit. Das Ganze könnte auch ein Zeichen für zunehmende Emanzipation sein. Es war bisher eher den Männern überlassen, Leib und Leben hinzuhalten für den Schutz anderer. Jetzt hat eine Frau Leib und Leben hingehalten. Vielleicht ein Zeichen davon, dass Emanzipation auch da stattfindet, wo es wirklich weh tut. Vielleicht hat sich Albayrak sich nicht mehr in der Opferrolle gesehen und deswegen eingegriffen. Vielleicht war Albayrak emanzipierter als die Frauen, die auf ihrem Rücken Forderungen erheben. Sie hat aktiv eingegriffen und nicht die Gesellschaft vorgeschickt.

        (Was ich immer sage: Feminismus ist das Gegenteil von Emanzipation.)

        „Kognitive Leichtigkeit“. Klingt irgendwie verharmlosend.

        Aber bei der Mädchenmannschaft (oder auch z.B. bei Antje Schrupp) funktioniert das anders: Sobald irgendetwas Schlimmes passiert, steht ja bereits zweifelsfrei fest: Der weiße (heterosexuelle) Cismann hat Schuld. Dann müssen nur noch die aktuellen feministischen SJW-Buzzwords in eine neue Reihenfolge gebracht werden, um herauszufinden und zu beweisen, warum und wie.

        B20

    • „Wenn tatsächlich die Kultur eine solche Gewalttat bedingt, warum sind dann nicht alle Angehörigen dieser Kultur gewalttätig? Wenn dann aber nicht alle Mitglieder dieser Kultur durch Gewalt auffallen, muss es neben der Kultur noch einen weiteren gewaltverursachenden Faktor geben. Die Rückführung allein auf Kultur erklärt noch zu wenig bis gar nichts“

      Das finde ich recht simpel in der Betrachtung: Weil eben einige bestimmte Grundsätze dieser Kultur stärker verinnerlichen und auf eine bestimmte Weise anwenden.
      Hier ist es eben ein „Ehrenbegriff“, der eher verlangt, dass man darauf körperlich reagiert, wenn man nicht als schwach dastehen will.
      Je nach dem wie sehr die kulturellen Regeln dies erfordern oder als positiv darstellen werden mehr oder wengier Leute dem folgen. Es ist dann ein entsprechendes Potential vorhanden.
      Das es keine schlicht lineare Folge ist „wer in der Kultur lebt muss Frauen in einer solchen Situation schlagen“ ist ja recht klar

      • LoMi sagt:

        „Das finde ich recht simpel in der Betrachtung: Weil eben einige bestimmte Grundsätze dieser Kultur stärker verinnerlichen und auf eine bestimmte Weise anwenden.“

        Du nennst selbst bereits einen zusätzlichen Faktor, der zur kulturellen Prägung hinzukommt: stärker verinnerlichen + auf bestimme Weise anwenden (= Interpretieren).

        Wenn nicht alle Angehörigen der besagten Kultur so handeln, dann ist die Kultur allein keine hinreichende Erklärung. Denn dann muss man immer noch erklären, warum die einen die Implikationen der Kultur in Handeln übersetzen und die anderen es eben nicht tun. Das gilt auch dann, wenn diese Kultur an sich ein solches Gewaltpotenzial hervorbringt, aber es eben nicht von allen Kulturangehörigen ausgelebt wird.

        Man landet sonst allzu schnell bei ähnlichen Pauschalurteilen wie „Killerspiele machen gewalttätig“.

        Abgesehen davon lohnt es immer, die ganze Bandbreite von Gewalterklärungen zu nutzen, um einen Fall aufzuklären. Es gibt vielfältige Ansätze, die man alle ausprobieren sollte, bevor man auf den scheinbar naheliegenden Erklärungsansatz zurückgreift und sich damit trotz aller Inkonsistenzen begnügt. Es ist ein Problem der medialen Behandlung der Gewalt, dass hier oft nur monokausal gedacht wird.

  2. m sagt:

    Die Mädchen nehmen sich und die Frauen selbst immer gerne aus dieser Rechnung heraus. Sicher ist, dass sie es sind — oder ihre und unsere Mütter — welche die Selektion, die Wahl vornehmen und mehrheitlich auch die Kindererziehung übernehmen. Durchsetzungsstarke und auch aggressive Männer werden von Frauen gerne als Partner erwählt, da will man die starken Gene. Und das geht dann auch mal schief.

    Unsere Frauen können da sehr wohl steuern. Von heute auf morgen passiert da allerdings nichts, das wird noch win paar hundert Jahre dauern dann.

  3. Bombe 20 sagt:

    Der Fall von Tuğçe läßt mich mal wieder etwas zwiespältig zurück. Einerseits ist da ein Mensch, der geholfen hat, als andere in Not waren. Das sollte doch etwas durchweg positives sein (mal abgesehen davon, daß der Zyniker in mir es dumm findet), und die Tatsache, daß dieser Mensch als Folge seiner Hilfe verletzt und schließlich sogar getötet wurde, ein Grund für ehrliches Mitgefühl und Trauer.

    Aber dann mußten interessierte (und, so habe ich den Eindruck, auch desinteressierte und eher aus Reflex handelnde) Kreise natürlich den Geschlechteraspekt ins Spiel bringen.

    Schon einen Tag nach der Tat berichtete der Hessische Rundfunk darüber, daß Freunde des mutmaßlichen Täters auf Facebook das Opfer verhöhnen würden. Und tatsächlich waren da einige extrem widerliche Äußerungen dabei. Aber gleich als erstes (und bezogen auf die Wortzahl verhältnismäßig lange) wurde eine Aussage gezeigt:
    Wer redet wie ein Mann, bekommt auch Schläge wie ein Mann.
    Und ich fragte mich, wo ist hier die Verhöhnung? Ist der Vergleich einer Frau mit einem Mann heute schon eine Beleidigung? Viel bedenklicher an dieser Aussage -und der Tatsache, daß sie im Fernsehen in diesem Kontext gezeigt wurde- ist doch die Normalisierung der Gewalt gegen Männer, die ihr innewohnt.

    Nicht, daß es nicht so wäre: Gewalt gegen Männer ist normal, in beiderlei Hinsicht. Wenn Gewalt geschieht, dann ist es normal, daß sie einen Mann trifft. Jede Abweichung von dieser Normalität ist ein Skandal. Und für einen Mann ist es normal, Gewalt zu erleben. Niemand würde eine „Studie“ darüber anstellen, wie viele Männer in Europa seit ihrem 15. Lebensjahr schon einmal gepackt oder geschubst worden sind, weil von vornherein klar ist: Fast jeder.
    Normal eben.

    Und nur vor dem Hintergrund dieser Normalität ist auch nur halbwegs zu begreifen, wie diverse Hinterbänklerinnen im Hessischen Landtag diese Tragödie zu einem Fall von „Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ machen (und bei der Gelegenheit auch gleich mehr Geld für einschlägige Projekte fordern) können und dafür nicht vom Rednerpult gebuht, sondern stattdessen sogar in der FAZ erwähnt werden.
    Glauben sie wirklich, ein Mann, der in dieser Situation eingegriffen hätte, wäre glimpflicher aus ihr herausgekommen? Nun, möglicherweise sind sie Leserinnen der Mädchenmannschaft und tun das tatsächlich. Aber der Hessische Rundfunk müßte ihnen widersprechen, denn er weiß es ja besser: Dieser Mann hätte geredet als Mann, und entsprechend auch Schläge bekommen als Mann. Normal.

    Schließlich ist da noch der diffuse Aspekt des Gender Empathy Gap in seiner Reinform: Täglich trauern Freunde des Opfers am Tatort. Täglich ist das Fernsehen dabei. Heute ist in den Verkehrsnachrichten zu hören, daß für die Trauerfeier ganze Straßen gesperrt wurden.
    War das bei Dominik Brunner, Johnny K. und all denen anderen Männern, die starben, weil sie einen Streit schlichten oder sich schützend vor andere stellen wollten, und deren Namen wir längst vergessen oder nie erfahren haben, auch so? Habe ich davon nur weniger mitbekommen, weil ich derzeit krank bin und mehr fernsehe, oder weil diese Fälle in anderen Bundesländern passierten, oder ist Tuğçe doch ein Opfer erster Klasse?
    Ich weiß es wirklich nicht, und die Frage nagt an mir.

    (Um auch noch tatsächlich auf den Artikel Bezug zu nehmen:
    Mikroaggressionen gegen alles, was nicht cismännlich ist, befeuert, und zwar: Immer, überall.
    Dieser Satz hat in mir auch Mikroaggressionen befeuert: Er brachte mich dazu, meinen Kopf gegen die Wand hauen zu wollen. Bedeutet das jetzt, daß ich nicht cismännlich bin? Oder die Wand? Die Wand. Das wird es sein.)

    Bombe 20

  4. Dummerjan sagt:

    „b die Schlussfolgerung daraus jetzt “mehr Einschreiten” sein sollte halte ich für fraglich. “
    Genau. Es ist hinreichend Zivilcourage darauf zu bestehen, dass die Polizei gerufen wird, dass Begleiter oder dabeistehende Personen gebeten werden als Zeuge zu fungieren – alleweil hat ja fast jeder ein Handy usw usf.

    Für Zivilcourage sein Leben derart auf Spiel zu setzen ist nicht der Sinn der Sache.
    Und, leider, manchmal liest man ja de Situation auch falsch…

  5. wollepelz sagt:

    Kann mir vielleicht jemand in schlichten Worten mit Belegen den Tathergang erläutern?
    Der Clip, den ich über Hadmut Danisch gesehen hat, zeigt nicht das Bild das vermittelt wird.

    Ob da vielleicht ein wenig das Geschlecht und der „Migrationshintergrund“ des Opfers eine Rolle spielt?
    Ich frage nur, weil ich immer nur Gerede ohne Belege höre.

  6. only_me sagt:

    „Der Mörder von…“

    Woher willst du das wissen? In dem Video sieht es nach Unfall, schlimmstenfalls Totschlag aus.

    • elitemedium sagt:

      Und die feinsinnige Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag ist Dir hier besonders wichtig weil….? Ist es für das Mädchen oder ihre Angehörigen jetzt weniger schlimm, wenn feststeht, dass sie nicht ermordet, sondern „nur“ totgeschlagen wurde?

      • LoMi sagt:

        Mord = niedrige Beweggründe. Totschlag wird anders definiert. Das hat für die Bewertung des Vorfalls schon eine gewisse Relevanz.

        Aus Sicht des Opfers und seiner Angehörigen ist das natürlich nicht hilfreich, zugegeben.

      • only_me sagt:

        Für die Familie macht es keinerlei Unterschied. Für die Familie würde es auch keinen Unterschied machen, wenn Tugce auf dem McDonalds Parkplatz einen Herzinfarkt gehabt hätte oder 20 Meter weiter rechts von einer Straßenbahn überfahren worden wäre. Die Familie leidet daran, dass sie tot ist, egal, warum.

        Insofern ist es v o l l k o m m e n am Punkt vorbei, dass du hier so tust, als habe das Empfinden ihrer Familie irgendeine Relevanz für die Einschätzung des Vorfalls. Emotional und unsachlich argumentiert. Etwa 300 Meter unter deinem sonstigen Niveau.

        Für die Einschätzung des Vorfalls macht es einen Riesenunterschied, ob Sanel dachte „Das ist eine doofe Frau, die will ich umbringen.“ (Mord) oder „Ich bin wütend, ich schlage jeden, der mir zu nahe kommt.“ (Totschlag) oder „… [fuchtelt wild um sich]“ (Unfall).

        Ist das nicht klar?

        Zum Beispiel dieser von dir zitierte Satz: „Für Entsetzen haben Solidaritätsbekundungen einiger Freunde von Sanel M. auf Facebook gesorgt.“

        Diese Solidaritätsbekundungen können ausschließlich dann berechtigtes Entsetzen auslösen, wenn wir von Mord ausgehen.
        Wenn wir von Totschlag oder Unfall ausgehen, dann waren Tugce und Sanel beide ohne viel Kontrolle in einer Situation, die unglücklich ausgegangen ist. Tugce wird von den Medien zum Engel erhöht, Sanel als Teufel dargestellt. NATÜRLICH zeigen sich seine Freunde solidarisch mit einem so unangemessen verteufelten Freund.
        Ich wäre entsetzt, wenn sie es nicht täten.

        Der Unterschied zwischen Mord, Totschlag oder Unfall bestimmt nicht nur die Interpretation des Vorfalls (abgesehen vom Strafmaß für Sanel), sondern auch die gesamte Folgediskussion.

        Wenn Mord, wird die Folgediskussion geprägt sein von: Opfer sind unschuldig, wir können nur versuchen, die Mörder zu ändern, wegzusperren, auszuweisen, kastrieren und was was ich, was noch für Vorschläge kommen werden.

        Falls wir aber von Totschlag oder Unfall ausgehen, dann sind plötzlich Fragen erlaubt wie: Wie konnte es dazu kommen, dass die Situation sich so aufschaukelte. Was hat Tugces Gruppe dazu beigetragen? Wäre die Situation anders ausgegangen, wenn irgendjemand der Beteiligten (inklusive Tugce) gewusst hätte, was „De-Eskalation“ bedeutet?

        Und plötzlich muss keiner mehr kastriert werden, sondern wir können uns die Dynamik in sozialen Gruppen anschauen.

        DAS ist der Unterschied zwischen Mord und Totschlag.

        Du hast dein Urteil ja leider schon geefällt.

        • elitemedium sagt:

          Totschlag bedeutet nicht, dass der Täter „ohne viel Kontrolle in der Situation war“. Totschlag bedeutet, dass er gezielt und mit – zumindest bedingtem Vorsatz – einen anderen Menschen tötet. Totschlag ist also keine Art Unfall (das wäre nämlich nur fahrlässige Tötung).

          Im vorliegenden Fall hat der Täter auch keineswegs im Sinne von „ich schlage jeden, der mir zu nahe kommt“ gehandelt. Er hat vielmehr gezielt im Dunkeln auf einem Parkplatz auf sein körperlich unterlegenes Opfer gewartet und es dort so heftig geschlagen, dass es gestorben ist. Wenn einer meiner freunde so etwas schändliches tun würde, ich würde mich auf keinen Fall hinter ihn stellen.

          • only_me sagt:

            Ah, du hast das Video nicht gesehen und redest von einem Phantasiefall.
            Da kann unsere Interpretation, was da passiert ist, natürlich nur schwerlich übereinstimmen.

  7. […] Elitemedium hat mich dann zum Beitrag der Mädchenmannschaft geleitet. Und da kam mir doch das kalte Kotzen. Zusammengefaßt wird dieses Machwerk in diesem Kommentar darunter: […]

  8. Rei_H sagt:

    Zur „Heldin Tucze“ ließe sich vieles sagen, nur nicht, dass sie an dem Geschehen nur armes Hascherl und Opfer gewesen sei. Der Medienhype wollte es zwar so, doch der Richter hat als Einziger klaren Kopf behalten. Ein Glück, wenn man an die Provinzposse zu Mannheim im Kachelmann-Prozess denkt.
    http://www.forum-maennerrechte.de/index.php?id=13681


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