Feministischer Netzaktivismus in 10 Schritten

1. Erstelle einen Blog und einen zugehörigen Twitteraccount. Möglichst mit echtem Klarnamen und Bildern von Dir. Mach das möglichst  noch vor Abschluss eines Studiums.

2. Stelle gleich klar, dass Du total hart, kompromisslos und radikal bist. Kokettiere häufig mit dem Begriff „Riot“ um unterschwellige Gewaltbereitschaft bei gleichzeitiger Hippness zu signalisieren

3. Gehe dann gleich zum Großangriff auf das Patriarchat, den Mainstream, alle Antifeministen, Männer im Allgemeinen und Feministen mit abweichender Ansicht (oder mehr Aufmerksamkeit) über. Nimm kein Blatt vor den Mund. Vergleiche mit Nazis, Massenmördern und Vergewaltigern sind hier das Mindeste.

4. Mach ausgiebig Dich über gemäßigte Weicheier Männer lustig, die z.B. eigene Nachteile beklagen „Buhu male tears“ und stelle klar, dass jeder Widerspruch gegen Deine Meinung ohnehin nur Derailing darstellt und die Richtigkeit Deiner Thesen damit bestätigt.

5. Du registrierst überraschend steigenden Widerspruch? Beleidige Diskutanten noch derber. Lösche alle missliebigen Kommentare. Blocke hunderte Leute auf Twitter.

6. Schließe die Kommentarfunktion Deines Blogs jetzt ganz. Drohe Deinen Followern auf Twitter mit „Entfolgung“, wenn Sie es wagen sollten Leute in Deine Timeline zu retweeten, die DU bereits geblockt hast.

7. Wandele deinen Twitteraccount in einen geschlossenen Account um.

8. Entwickle einen gesunden Verfolgungswahn.

9. Verfasse nur noch  kryptische Texte und auch das nur noch selten. Schreibe jetzt vorrangig über Deine nun aufkommenden Depressionen und die mangelnde Solidarität der „Szene“.

10. Verschwinde von der Bildfläche

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7 Kommentare on “Feministischer Netzaktivismus in 10 Schritten”

  1. […] Feministischer Netzaktivismus in 10 Schritten […]

  2. wollepelz sagt:

    Sehr geil.
    Leider hatten wir Deinen Blog bisher nicht auf dem Schirm.

    Haben Dich aber jetzt zu

    http://nicht-feminist.de/bloguebersicht/maennliche-blogs/

    hinzugefügt.

    Hau rein!

  3. Auch wenn es optional ist, aber ggf. gehört es noch als 3a), 5b) oder so dazwischen, auf jeden Fall linksextrem, lesbisch und / oder krampfhaft vegan zu werden, die Männer im eigenen Land zu hassen und sich nur noch für Flüchtlinge / „People of Color“ einzusetzen, die ja auch so dolle unterdrückt seien….

  4. Eine Anleitung zum feministischen Maskulismus / amskulistischen Feminismus findet man allerdings in „Alles Evolution“ von Christian (…) 😀

  5. nuki sagt:

    Lantzschi! Lebst Du noch?


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