Lala Feminismus

Kati Kuersch aka Carlos Danger schreibt auf Twitter:

Solchen Unsinn liest man ja immer wieder mal gern von jungen Mädchen, die eine politische Bewegung (den Feminismus) verteidigen, ohne deren theoretische Inhalte wirklich zu  kennen. Muss man ja auch gar nicht, weil es DEN Feminismus ja eh nicht gibt. Da ist es viel lustiger sich einfach gleich seinen eigenen Privatefeminismus auszudenken. Dann kann man bei den großen Mädchen als“ bin auch Feministin“ mitspielen ohne sich gleich mit schon bestehender  inhaltlicher Feminismuskritik auseinandersetzen zu müssen.

Ich selbst glaube ja, dass zwangsverheiratete Frauen ganz andere Sorgen haben, als unter Feminismuskritik zu leiden und ausgerechnet dieseKritik  als „Schlag in die Fresse“ zu erleben. Und dass es noch Länder gibt, in denen zwar Männer ein Wahlrecht haben, aber Frauen nicht, war mir neu. Kati konnte mir auf Nachfrage auch keines nennen. Stattdessen hat sie mich lieber geblockt.

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7 Kommentare on “Lala Feminismus”

  1. Ein Schlag in die Fresse ist vielmehr, wenn Frauen, die nicht wählen dürfen oder zwangsverheiratet werden, von westlichen Wellness- und Parasitär-Feministinnen primär dazu missbraucht werden, noch mehr Privilegien und Quoten für sich einzufordern.

  2. Matze sagt:

    Der Kommentar ist gut:

    „Einerseits sagst du, es gibt viele verschiedene Feminismen, sodass man nicht alle verallgemeinern kann, andererseits sollen Männer sich nicht so haben, wenn sie mit Mördern und Vergewaltigern verallgemeinert werden, weil manche Feministinnen im Vorwurf keine Einschränkungen benutzen wollen.“

    http://katikuerschmeckert.wordpress.com/2014/06/07/xanthippe-steckte-mir-eben-valium-zu/comment-page-1/#comment-411

  3. Anna sagt:

    In folgenden Ländern wird Frauen das Wahlrecht noch heute ganz vorenthalten oder erschwert (die Liste enthält nicht die Länder, in denen weder Männer noch Frauen Wahlrecht besitzen):

    * Bhutan: Eingeschränktes Frauenwahlrecht. Jede Familie hat eine Stimme, was in der Praxis viele Frauen vom Wählen abhält.
    * Brunei: Kein Frauenwahlrecht.
    * Libanon: Eingeschränktes Frauenwahlrecht. Frauen müssen einen gewissen Bildungsgrad nachweisen, um wählen zu dürfen, Männer hingegen nicht. Männer unterliegen der Wahlpflicht, Frauen hingegen nicht.
    * Saudi Arabien: Frauen dürfen nicht wählen, Männer nur auf kommunaler Ebene und das auch erst seit 2005. Frauen dürfen in Saudi-Arabien auch keinen Führerschein machen. Es sei einfach zu gefährlich in der Wüste, so eine der Begründungen. Während das zuständige Innenministerium in Saudi-Arabien sich zumindest ein Frauenwahlrecht vorstellen kann, soll an dem Fahrverbot beigehalten werden. Ob Frauen in Saudi-Arabien an Wahlen teilnehmen können, soll von Untersuchungen abhängig gemacht werden, ob es von Nutzen ist oder nicht.

    Update Saudi Arabien 2011: In einer Ansprache kündigte der saudische König Abdullah an, dass Frauen ab 2015 auch an Wahlen teilnehmen dürfen. Bei den Kommunalwahlen 2011 dürfen Frauen in Saudi-Arabien aber noch nicht teilnehmen. Frauen erhalten das aktive und passive Wahlrecht. Sie dürfen bei den Kommunalwahlen sowohl wählen als auch sich als Kandidatinnen aufstellen lassen. Zudem können Frauen künftig auch in den Schura-Rat berufen werden, ein 150 köpfiges Gremien, dass vom König ernannt wird und eine beratende Funktion hat.
    Staat Vatikanstadt: Der Bischof von Rom, besser bekannt als Papst, ist automatisch Staatsoberhaut, an dessen Wahl dürfen nur Kardinäle, ergo keine Frauen teilnehmen.

    • elitemedium sagt:

      Danke für diese interessante Information. Also in einigen islamischen Ländern.

      Jetzt stellt sich nur die Frage, welche feministisch relevante Strömung tatsächlich für ein dortiges Frauenwahlrecht kämpft. Mir käme da maximal Femen in den Sinn und die sind wegen ihrer Methoden sogar innerhalb des Feminismus stark umstritten.

    • elitemedium sagt:

      Update: Also ich glaube in Brunai wählt niemand (auch nicht die Männer).

      Zitat wikipedia:

      “ 1962 wurde der Ausnahmezustand verhängt, die Verfassung teilweise außer Kraft gesetzt und das 20 Mitglieder umfassende Parlament aufgelöst. Seitdem herrscht der Sultan durch Dekrete. Politische Parteien sind seit 1988 verboten.“

  4. Ein Schlag in die Fresse ist ein Schlag in die Fresse, Feminismuskritik ist Feminismuskritik und nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

  5. wollepelz sagt:

    Wenn es um das Wahlrecht für Frauen in anderen Ländern geht, warum kümmert sich der Feminismus dann um alles andere als das?

    Wie hilft da Diskriminierung von Männern und Jungen weiter? Was helfen Frauenquoten? Hat das alles etwas mit dem Wahlrecht in anderen Ländern zu tun?

    Das ist doch alles vorgeschobener Mist.


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