Gedankensplitter: Geschlechtererziehung

Vom heutigen Genderfeminismus wird sehr oft beklagt, dass heutzutage Kinder stärker geschlechtlich eingeteilt würden als früher (Pink für Mädchen / Blau für Jungen etc.)

Früher soll da ja alles besser gewesen sein:

Wenn sie Ihr Baby nicht rosa oder blau kleiden, werden die Leute fragen: Ist das ein Mädchen oder ein Junge? Warum ist es so angezogen? Sie müssen sich ständig erklären, wenn sie gegen die geschlechtsspezifische Kleiderordnung verstoßen. In den 80ern gab es da beispielsweise noch mehr Spielräume, da hatten Jungs oft lange Haare und Mädchen trugen auch Grün, Braun oder Dunkelblau. (Quelle)

Wenn man mal nachrechnet wird man feststellen, dass genau jene Kinder, die in den 70er und 80er Jahren angeblich so viel freier von Geschlechterrollen aufgewachsen sind, heute genau die gegenwärtige Elterngeneration bilden, die  bei Ihren Kindern besonders auf Geschlechtertrennung achten. Die frühere Geschlechterneutralere Kindererziehung scheint also langfristig keine Früchte getragen zu haben, bzw. sich nunmehr ins Gegenteil zu verkehren.