Das Gute siegt immer: Gewalt im öffentlichen Raum

Ich lese diesen Text von Somlu, in welchem Sie vorgibt davon zu erzählen, wie Frau sich erfolgreich gegen „Gewalt im öffentlichen Raum“ wehren könne.

Gleich zu Beginn wird schon mal aufgezählt, was so alles unter den Gewaltbegriff der Autorin fällt: „Belästigung auf der Straße, öffentliche Pinkler, ekelhafte Kerle, die mit offenen Hosenstall breitbeinig in der Bahn sitzen, die Zumutungen, die einer so im Laufe eines Tages zugemutet werden, sind manchmal kaum noch aufzuzählen.“

Gewaltsam ist demnach also bereits derjenige (Mann), der in den Augen der Autorin als „ekelhaft“ angesehen wird. Die „öffentlichen Pinkler“ scheinen sich dabei besonderen Hass verdient zu haben, denn sie werden noch mehrfach im nachfolgenden Text als Beispiel für „Gewalt“ herangezogen.

Die Autorin beschreibt dann Abwehrstrategien zur Bekämpfung dieser „öffentlichen Gewalt“, die sie gemeinsam mit einer nicht näher benannten Freundin früher einmal angewandt habe.

Erstes Beispiel: Wenn im Cafe ein Mann fragte ob an ihrem Tisch noch ein Platz frei wäre, hätte man immer „nein“ gesagt, obwohl der Platz tatsächlich noch frei war (Hihi wie raffiniert). Muss ein schwerer Schlag für potentielle Gewalttäter gewesen sein.

Zweites Beispiel:
Bei einer anderen Gelegenheit ließ meine beste Freundin ihr Essen zurück gehen, weil die Erzählung von irgendwas am Nachbartisch, getragen von einer lauten und sonoren männlichen Stimme, ihr den Appetit verdarb. (…)Während sie das Essen zurück gehen ließ, empfahl sie der Bedienung sich das Geld dafür am Nachbartisch zu holen. Sie sagte es laut, dass der Nachbartisch es auch mitbekam und es gab eine riesen Diskussion. Wenn ich mich recht erinnere, endete es tatsächlich damit, dass der Typ das Essen meiner Freundin bezahlte.“

Muss ein reichlich gewalttätiger Mann gewesen sein, der einer Dame am Nebentisch das Essen bezahlt, weil diese sich durch das Mithören eines fremden Gesprächs gestört fühlte. Das wird ihn vermutlich lehren noch einmal mit „sonorer männlicher Stimme“ zu sprechen. Ich stelle mir kurz einen Artikel vor, in dem ein männlicher Autor schreiben würde, wie er sich durch „schrille weibliche Stimmen“ am Nebentisch in seinem Essvergnügen so gestört gefühlt habe, dass wahlweise das Restaurant oder die betroffene Dame für sein Essen aufkommen musste. Dann lese ich weiter.

Die Autorin kommt nun zu ihrer Lieblingsgeschichte:

„Meine Freundin hatte ihr T-Shirt unter den Brüsten geknotet und trug keinen BH. Damals trugen viele von uns keine BHs . Es war noch eine andere Freundin dabei. Wir wollten damals in den Grüneburgpark und liefen an den gut bürgerlichen Vorgärten gegenüber dem Palmengarten entlang. Plötzlich sagt die dritte im Bunde: Eh, der hat grad gesagt, die hat sich aber die Glocken abgebunden. Meine beste Freundin und ich drehten uns auf dem Absatz um und machten die drei Jungs, die in einer der Vorgärten irgendwas arbeiteten komplett zur Sau. Dann gingen wir weiter. Die dritte im Bunde sagte auf einmal und sie konnte sich vor Lachen kaum noch halten: “das waren die falschen gewesen, die haben nichts gesagt, da wären uns doch ein paar Jungs entgegen gekommen, die waren es gewesen.” Ein Moment lang überlegten wir uns, ob wir uns entschuldigen sollten. Kamen dann aber zu dem Schluss, dass es wahrscheinlich sowieso nicht die falschen getroffen hat. Und dass es vielleicht mal ganz gut ist, wenn Jungs einfach mal so blöd angemacht werden und sind weiter gegangen.“

Die Autorin und ihre Freundinnen beschimpfen und beleidigen im Zuge ihres kleinen Kreuzzuges gegen die „öffentliche Gewalt“ also drei völlig Unbeteiligte und kommen nach der Feststellung ihres Irrtums zu dem Schluss, „dass es vielleicht mal ganz gut ist, wenn Jungs einfach mal so blöd angemacht werden“.

Genau, denn im Gegensatz zu Frauen ist es nicht schlimm, wenn Jungs mal eben grundlos angemacht werden und hat vermutlich sehr dazu beigetragen, dass besagte Jungs damals hinterher ein sehr viel positiveres Frauenbild im Alltag hatten. Lesen Sie nächste Woche wie man Gewaltverbrechen bekämpft, in dem man einfach völlig Unbeteiligte verprügelt.

Was hier vielleicht nochrelativ lustig klingt, erklärt vermutlich auch, weshalb es einigen Frauen auch relativ egal ist, ob angeklagte Männer z.B. Kachelmann oder Strauss-Kahn tatsächlich eine Vergewaltigung begangen haben oder nicht, sie in jedem Fall aber eine Verurteilung und Gefängnisstrafe fordern.

Der Artikel plätschert dann noch unter Schilderung weiterer Heldinnentaten vor sich hin: Kleiner Höhepunkt hier noch mal: Ich habe auch mal einen Typen, der nachts nicht weit hinter mir lief und mich sehr nervös machte, weil es mir einfach zu nah war, aufgefordert, dass er bitte mal die Straßenseite wechseln solle und ob ihm nicht klar sei, dass sein Verhalten bedrohlich wirken könne. Er wechselt sofort die Straßenseite und entschuldigte sich.

Und das Gute hat ein weiteres Mal über das Böse triumphiert…..

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