Schlag auf Schlag

Die Krise der Mädchenmannschaft wird derzeit in einer Reihe von Artikeln und Blogs betrachtet. Hier mal ein Überblick:

 

Die Jungle World gewährt einen ersten Einblick in die Konflikte, die zum Auseinanderfallen der Mädchenmannschaft geführt haben. Hier äußert sich auch erstmals Meredith Haaf zum Problem des Konzeptes „critical whiteness“ innerhalb der Mädchenmannschaft.

„Schon seit längerem hatten einige der Bloggerinnen sich dieser Denkrichtung zugewandt, in dem Blog begannen dafür typische Formulierungen wie »weiß positioniert« üblich zu werden. »Bis vor einigen Monaten geschah das alles in einem vertretbaren Umfang. Das Blog hat davon profitiert, es gab radikalere Positionen, die von Genderwissenschaften unterfüttert waren«, sagt Meredith Haaf, die die »Mädchenmannschaft« 2007 mitgegründet hat. Doch die Orientierung am »Critical White­ness«-Diskurs, die von einigen, teils neu hinzugestoßenen Bloggerinnen immer stärker eingefordert wurde, sei ihr »irgendwann zu weit« gegangen, sagt Haaf.“

„Das Blog sei schließlich gegründet worden, damit »Leute, die sich mit ihren Einwänden gegen Sexismus oder patriarchale Strukturen alleine fühlen, Gleichgesinnte finden können. Und zwar auch Leute, die denken, sie haben davon keinen Plan.« Doch mit dem neuen, »extremen Akademikerjargon« funktioniere das nicht, »das hat den ganzen Sinn des Blogs zerstört«. Das neue strenge Sprachregime ging einher mit einer politischen Dogmatik, die einige der Bloggerinnen befremdete. Ausgerechnet am fünften Geburtstag des Blogs, Ende September, eskalierte dieser Streit derart, dass die »Mädchenmannschaft« daran zerbrochen ist.“

Zum Artikel http://jungle-world.com/artikel/2012/42/46413.html

 

 

Nadia Shehadeh unternimmt den Versuch in ihrem Blog das Ausscheiden der Bloggerinnen aus der Mädchenmannschaft als rein private Entscheidung darzustellen („andere Prioritäten gesetzt….sich mehr der Familie zuwenden….“).

„Was für diese Zeitspanne nachvollziehbar ist, wenn andere Prioriäten (Familie, Job, etc.) beizeiten einfach schwerer wiegen. Bis auf die Fotos/Texte auf der Autor_innen-Seite hatte ich nichts Greifbares, und leider auch kaum oder gar keine Gelegenheit – bzw.: keine Anlässe – mit ihnen in irgendeine Art von Austausch zu kommen. Sie waren de fakto ja eigentlich schon gar nicht mehr dabei, zumindest in meiner Rechnung.“

Zum Artikel http://shehadistan.wordpress.com/2012/10/19/aufstieg-und-fall-der-madchenmannschaft/

 

 

Nadine Lantzsch beklagt sich, dass sie obwohl sie ständig radikaler wird, zunehmend Anfeindungen ausgesetzt sei.

Zum Artikel http://medienelite.de/2012/10/18/die-ach-so-tolle-feministische-blogosphare/

 

(wird weiter aktualisiert)

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