rape culture ist..

Rape Culture ist wenn:

– ständig betont wird, dass jede Frauen allzeit und überall von Vergewaltigung bedroht sei

– jeder Mann zunächst als potentieller Vergewaltiger definiert werden soll (Schrödingers Vergewaltiger)

– schon dieAnschuldigung eine Vergewaltigung begangen zu haben unabhängig vom Ermittlungsergebnisdie bürgerliche Existenz des Beschuldigten zerstört

– auch ein Freispruch nicht zur gesellschaftlichen  Rehabilitierung führt

– der Beschuldigte auch nach einem Freispruch seinen Beruf nicht mehr ausüben kann

– eine männliche Person als Vergewaltiger besonders verdächtig erscheint, wenn sie wohlhabend und mächtig ist

– wenn sogar bei einer erwiesenen Falschbeschuldigung noch betont wird, dass der Freispruch allen  Opfern sexueller Gewalt schade

– Rechtsstaatlichkeit und Unschuldsvermutung bei Vergewaltigungsverfahren abgelehnt werden

– der Begriff der „Vergewaltigung“ sprachlich auf jede unangemessene oder belästigende sexuelle Handlung als „gewaltvoll“ ausgedehnt werden soll

– eine Person ohne Anklageerhebung mit internationalem Haftbefehl gesucht und ausgeliefert werden soll, damit man die Person zum Vorwurf der Vergewaltigung „befragen“ kann

– ständig behauptet wird es sei wissenschaftlich erwiesen, dass nur 3 % aller Vergewaltigungsanzeigen Falschbeschuldigungen seien, obwohl diese Statistik falsch ist

– eine Falschbeschuldigung in Vergewaltigungsverfahren für die Täterin keine Konsequenzen hat

Advertisements

7 Kommentare on “rape culture ist..”

  1. hören sie das Wort „Vergewaltigung“ noch so oft?
    Ich muss mir immer so feine Worthülsen wie „schwerer Missbrauch“ oder „sexueller Missbrauch“ anhören. Als gäbs nen richtigen Gebrauch…

    Der Begriff verschwindet und sie machen ne Kultur draus… schräg!

    • elitemedium sagt:

      Naja, die „Worthülsen“ stammen aus dem Strafgesetzbuch, dort gibt es die „Vergewaltigung“ per se nicht, sondern eben nur z.B. den Missbrauch oder die sexuelle Nötigung.

      • und ist die Herkunft eine Rechtfertigung?
        In dem Begriff der Ver-gewalt-igung ist wenigstens noch ein bisschen Realität drin…

        • elitemedium sagt:

          Jein. Es ist zumindest kritisch zu sehen, wenn der Gewaltbegriff bzw. der Begriff der Vergewaltigung auf alle sonstigen (auch strafbaren) Belästigungsformen ausgedehnt wird.

          • Vorschläge?
            Ich meine, wie gesagt „Missbrauch“ impliziert einen „richtigen Gebrauch“; Vergewaltigung trägt immerhin den Oberbegriff der Gewalt in sich.

            „sexualisierter Übergriff“
            „sexualisierte Gewalt“

            irgendwie tauchen diese Begriffe auch nirgends sonst als in feministischen Texten und Opferliteratur auf…
            Ist vielleicht auch ein Aspekt von „Rape- culture“: die Sprache ganz allgemein dazu.

            Danke für diesen Abklatsch am Abend 😉 *like

  2. Kinch sagt:

    Interessant, dass diese 3% Geschichte wohl häufiger paraphrasiert wird. Bin zufällig erst vorgestern darüber gestolpert: http://kaetzchen-kotz.blogspot.de/2012/10/kotzen-uber-kachelmanns-parallelwelt.html

    Dort wird auch die Studie als Quelle verlinkt. Ließt man sich die betreffende Stelle durch und schaut sich das Datenmaterial an, das dort selbst genannt wird, fällt eigentlich sofort auf, dass die 3% überhaupt nicht haltbar sind.

    Ein entsprechender Hinweis von mir wurde (noch) nicht veröffentlicht. Es ist schade, dass weite Teile der feministischen Szene sich durch das Beharren auf Unwahrheiten selbst disqualifiert.

    Wie auch immer: Ein Teil der im Artikel genannten Punkte, kommen wohl eher nur aus der feministischen Szene und sind damit meiner Meinung nach, kein Teil eines Problemes mit gesellschaftsrelevanter Dimension. Es gibt meiner Meinung nach keine ernzunehmende oder ernstgenommene Quelle die die Abkehr von der Unschuldsvermutung vertritt (Lantzsch ist weder das eine noch das andere). Hier von Vergewaltigungs-_Kultur_ zu reden, finde ich übertrieben.

    Und ein Großteil der Kritik aus dem Feminisimus an dem Umgang mit Vergewaltigungen finde ich durchaus haltbar und den Begriff „Rape Culture” auch gerechtfertigt. Gerade darum ist es so schade, dass sich der Feminismus so sehr an Kachelmann und falsche Zahlen klammert und da damit letztendlich der eigenen Sache geschadet wird.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s