Küssen verboten

Wie absurd radikalfeministische Forderungen teilweise sind zeigt sich an der aktuellen Debatte darüber, ob heterosexuelle Paare sich in der Öffentlichkeit küssen sollen/dürfen.

Wer sich nicht gerade auf den einschlägigen Twitteraccounts bestimmter Leute herumtreibt wird die Debatte wahrscheinlich überhaupt nicht mitbekommen haben. Praktische Auswirkungen auf den Alltag hat sie ohnehin keine.

Sanczny hat jetzt einen sehr langen und sehr umständlichen Text dazu geschrieben (solche Texte sind eigentlich immer lang und umständlich). Man kann ihn hier lesen und erfahren, warum es zwar (noch) nicht verboten aber zumindest „unsoldidarisch“ ist, sich als Hetreosexueller öffentlich zu küssen.

Die feministische Kernthese des langen umständlichen Textes lässt sich dabei eigentlich sehr kurz fassen: Weil Homosexuelle sich in einer „heteronormativen Welt“ (angeblich) nicht öffentlich küssen können, soll man das als heterosexueller Mensch auch nicht mehr machen, weil man damit nur das „heteronormative Weltbild“ bestätigt.

„Auf der anderen Seite der gedachten Barrikade wirken Küsse auch. Nicht als Akt der Befreiung, sondern als Fortführung der Verhältnisse. Wenn ein Kuss zwischen Menschen gesellschaftlich akzeptiert wird, bedeutet dies ein Privileg gegenüber Menschen, deren Küssen gegen die Norm verstößt, unerwünscht oder geächtet ist. Das Privileg ergibt sich nicht nur daraus, etwas ohne negative Konsequenzen tun zu können, sondern auch daraus, es zu können, während dies anderen nicht gegönnt ist. Dabei spielt es keine Rolle, wie schwerwiegend die Konsequenzen sind.“

Der Text doziert dann noch ein paar Absätze lang über „Heteronormativität“ und fasst noch einmal zusammen:

„So toll das Knutschen und so queer/nichtnormativ die Knutschenden auch sein mögen, wenn es als mono- und/oder heteronormativ gelesen wird, reproduziert es die mono- und/oder heteronormativen Verhältnisse. Ein Ausdruck von Solidarität ist es also, in einem Kontext, in dem nicht alle Menschen gleichberechtigt Knutschen können, nicht zu knutschen.“

Der Text lässt eigentlich nur einen Schluss zu. Alle wirklichen Probleme dieser Welt sind scheinbar gelöst, der Feminismus hat jetzt Zeit über solchen Quatsch zu debattieren.

Küsschen

Elitemedium

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4 Kommentare on “Küssen verboten”

  1. Ja, es ist wirklich absurd. Wer hätte gedacht, dass man im Interesse der Homosexuellen wirklich prüderie vertritt? „Get a room“ wenn sich zwei Leute küssen – viele konservative wird es freuen, den Homosexuellen aber nicht nutzen. Eher werden diejenigen, die dann darauf abstellen, dass sich ja heterosexuelle dafür auch einen Raum suchen, unterstützt

  2. […] Elitemedium so schön sagte: Wie absurd radikalfeministische Forderungen teilweise sind zeigt sich an der aktuellen Debatte […]

  3. Mamamia sagt:

    „So toll das Knutschen und so queer/nichtnormativ die Knutschenden auch sein mögen, wenn es als mono- und/oder heteronormativ gelesen wird, ….“

    Wenn man genug Scheiße im Hirn hat, kann man alles und jede/n auf jede erdenkliche Art und Weise lesen. Und nach dieser Scheiße im Hirn soll ich mich jetzt richten, statt sie zu kritisieren, oder was?

    PS: Mit „dem“ Feminismus hat das Gebrabbel nichts zu tun. Der Gedanke, Zeichen sexuellen Begehrens wieder ins angeblich „unpolitische“ Private abzuschieben, treibt so mancher „alten“ Feministin Zornesfalten in die Stirn. Das Private ist nach wie vor ein gefährlicher Ort für viele Menschen! Es ist für Mädchen und Frauen wesentlich sicherer, beim ersten Knutschen in der Öffentlichkeit zu sein — weil dann dabei oder anschließend gesetzte nicht-konsensuale Handlungsweisen eher gestört werden, jemand eingreift.

    • Bombe 20 sagt:

      Danke für die Erinnerung, wie der richtige Feminismus aussieht: Frauen sind Opfer und alle Männer potentielle Täter; vor allem, wenn auch noch Sexualität ins Spiel kommt.

      Wie könnte man das auch vergessen?

      B20


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